Wie sag ich's ihm ...???

Irene Zimmermann

Ich bin sooo verliebt. Treffe ihn jeden Tag im Bus zur Schule. Hat er bereits gemerkt, dass ich ihn immer anstarre. Völlig fasziniert von seinen blonden Haaren und diesen meerblauen Augen. Wie sag ich ihm meine Gefühle. Traue mich nicht. Angst, dass ich abgewiesen werde. Aber wer nicht wagt, ...

Wenn Du Dich nicht traust, Deinen Schwarm direkt anzusprechen, dann wäre ein Liebesbrief eine Möglichkeit, ihn vorsichtig auf Deine Existenz hinzuweisen... und Deine Gefühle für ihn, die Dich vom Aufwachen bis zum Einschlafen begleiten. Kribbeln bis in die Fingerspitzen, wenn er einsteigt, Schmetterlinge im Bauch, weil sein Blick Dich streifte, feuchte Hände, wenn Du beim Bäcker neben ihm stehst.

Doch wie schreibt man einen Liebesbrief? Gibt’s da eine Anleitung, damit man nicht alles vermasselt? Franka hat die Experten in Sachen Liebe aufgesucht und bei Brinx/Kömmerling nachgefragt:

Der ultimative Liebesbrief und einige Überlegungen, bevor du ihn (vielleicht besser doch noch nicht) schreibst

  • Natürlich kannst du für deinen Schwarm
  • dir das Briefpapier mit den rosa Herzen von deiner älteren Schwester ausleihen,
  • damit in die Parfümerieabteilung eines Kaufhauses gehen und es dort mit einem Duft besprühen, der ein ganzes Feuerwerk romantischer Gefühle auslöst,
  • dich dann durch eine ganze Sammlung von Liebesgedichten lesen, bis du die Zeile zum Abschreiben findest, die ihn garantiert schwach werden lässt,
  • und anschließend deiner Fantasie freien Lauf lassen: von lauen Sommerabenden schreiben, die du mit ihm verbringen möchtest, händchenhaltend, küssend ...

    Und dann liegt er vor dir: ein wahnsinnig toller Liebesbrief mit ganz viel Gefühl ... aber vielleicht schlecht leserlich und womöglich noch mit Rechtschreibfehlern?

    Passt nicht, findest du und hast damit natürlich recht. Deshalb gehst du auf Nummer Sicher, schreibst so, dass dein Schwarm auch wirklich jedes Wort lesen kann und benutzt im Zweifelsfall den Duden. Oder beschränkst dich auf Wörter, die unproblematisch sind. Zum Beispiel musst du nicht unbedingt schreiben: Unsere Herzen schlagen im selben Rhythmus. Es geht auch einfacher: Unsere Herzen schlagen im Takt.

    Aber warte vielleicht besser noch einen Moment, bevor du diesen Liebesbrief tatsächlich wegschickst, schalte für einen Moment von Herz auf Verstand um und überlege: Wird dein Schwarm so reagieren, wie du hoffst?

    Falls nicht - steckst du das locker weg? Oder ist es dir schrecklich peinlich und du läufst in der nächsten Zeit lieber die sieben Kilometer zur Schule, als dich nochmals im Bus blicken zu lassen?

    Da hilft der Sympathie-Test,
    der dir notfalls einen coolen Rückzug ermöglicht

    Du drückst dem Traum deiner schlaflosen Nächte einen Zettel (zusammengerollt, rote Schleife) mit folgendem Text in die Hand:

    Wenn du herausfindest,
    warum ich immer so fröhlich bin im Bus,
    darfst du dir was von mir wünschen!

    Darauf wird ein netter Junge lieb reagieren: Er findet den Grund deiner Fröhlichkeit heraus (natürlich ist er der Grund!) und wünscht sich die richtige Belohnung von dir (er möchte dich unbedingt kennen lernen). Dann steht auch einem richtigen Liebesbrief - siehe oben - nichts mehr im Weg.

    Sollte sich dein Schwarm aber wider Erwarten blöd verhalten, sich vielleicht sogar über deine Nachricht lustig machen, dann kannst du immer noch behaupten:

    „Hahaha, reingefallen!
    Das habe ich von der Freche-Mädchen-Seite:
    Wir testen nämlich gerade, wie einfallsreich Jungs sind.“

    Viele wunderschöne Liebesbriefe wünscht euch
    Irene Zimmermann